Leichter Loslassen lernen – Erkenne die Seifenblase

leichter loslassen

In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du viele Arten von Problemen, nicht nur Liebeskummer, leichter loslassen kannst.
Hierfür stelle ich dir eine Übung vor, die ich selbst gerne anwende.

Eine kleine Übung, um Probleme leichter loslassen zu lernen:

Bereit? Gibt es aktuell ein Problem, dass du schon ewig mit dir herumschleppst? Vielleicht einen Menschen aus deiner Vergangenheit, den du endlich ad acta legen möchtest? Um beim Thema Liebeskummer zu bleiben, ja?

Dann stelle dir jetzt eine Seifenblase vor. Diese kann ganz klein sein, aber auch so groß, wie der Mond. Hole dir ein Blatt Papier und male einen Kreis darauf. Das ist dein Problem, in Form einer Seifenblase.

Die Seifenblase füllst du jetzt mit Erinnerungen, allen möglichen Gedanken, Bildern und Glaubenssätzen, die du über die Jahre zu deinem Problem angesammelt hast. Gerne kannst du dir jetzt 10-15 Minuten Zeit zum Brainstormen nehmen und die Seifenblase mit allem füllen, was dich in den letzten Wochen, Monaten oder gar Jahren zu deinem Problem bewegt hat. Welche Gedanken kehren immer wieder zu dir zurück? Schreibe diese in die Seifenblase hinein.

Fertig? Schau dir deine Seifenblase an. Kannst du dich noch an den Moment erinnern, als du diese Seifenblase selbst erschaffen hast? Wann war das? Was hast du gemacht, als die Seifenblase sich bildete? Was war der erste nährende Gedanke?
Schließe die Augen und fühle dich in diesen Moment hinein. Kannst du dich wieder daran erinnern, wie alles begann?

Frage dich jetzt, welche Gedanken du seit dem immer wieder gedacht hast, die die Seifenblase wachsen ließen? Was ist auch heute noch der nährendste Gedanke, der deine persönliche Seifenblase am Leben erhält, obwohl du diese Seifenblase so gerne loslassen möchtest? Welche Wünsche stehen hinter diesem nährenden Gedanken?

Schlüpfe jetzt in die Rolle des neutralen Beobachters. Stell dir vor, du betrachtest die Seifenblase als Gemälde an der Wand. Welche Körperhaltung nimmst du beim Betrachten des Bildes ein? Innerhalb der Seifenblase siehst du die vielen kleinen Bilder und Gedanken, die du geschaffen hast, um der Seifenblase eine wichtige Bedeutung zu geben.
Neben dir steht ein Fremder aus einer anderen Kultur und betrachtet das Bild der Seifenblase ebenfalls. Du drehst dich zu ihm und siehst, wie er mit gerunzelter Stirn das Bild betrachtet. Er sagt dir in gebrochenem Deutsch, dass er das Bild nicht versteht.
Erkläre dem Fremden jetzt, die Inhalte deiner Seifenblase so einfach wie möglich. Erkläre ihm auch die nährenden Gedanken, die diese Seifenblase am Leben erhalten, obwohl du diese Seifenblase so gerne endlich loslassen möchtest.

Der Fremde, fragt dich jetzt, ob deine nährenden Gedanken real sind oder ob diese nur deine eigenen Wunschvorstellungen sind, um die Seifenblase am Leben zu erhalten? Er erklärt dir, dass wir Menschen uns andere Menschen, gerne zurecht träumen, aber dabei außer acht lassen, dass diese Traummenschen sich in Realität oft ganz anders verhalten. In ihrem Verhalten und Handeln drücken sie ihre eigenen Wünsche und Träume aus, denen sie folgen. Anstelle dies als Realität zu erkennen, fühle sich der Träumende in seiner Seifenblase abgelehnt und leide in ihr vor sich hin. Der Träumende kann dem Anderen einfach nicht die Anerkennung geben, sein eigenes Leben selbst gestalten zu dürfen. Lieber verweilt der Träumende also in seiner Seifenblase, anstatt sich ein wunderbares Leben im Hier und Jetzt zu erschaffen.

Wie lautet deine Antwort? Sind die nährenden Gedanken deiner Seifenblase wirklich wahr? Was von dieser Seifenblase entspricht wirklich der Realität und welche Gedanken hast du geschaffen, die nur deine Wunschrealität wiederspiegeln? Welche Geschichten erzählst du dir selbst in deiner Seifenblase? Erkennst du, warum du diese Seifenblase wirklich erschaffen hast und dass es nur eine Seifenblase ist? Wie fühlt sich diese Erkenntnis für dich an?

Der Fremde würde jetzt gerne wissen, was passiert, wenn er die Seifenblase mit einer Nadel zum Platzen bringt? Was bliebe dann übrig? Wie würdest du dich fühlen? Gäbe es einen Gewinn für dich, wenn die Seifenblase platzt? Was wären die Verluste?

Der Fremde fragt dich zum Abschluss eures Gesprächs, ob du jetzt bereit bist, die Seifenblase einfach loszulassen oder sie gar vollkommen platzen zu lassen?
Wie lautet deine Antwort? Bis du bereit? Schreibe deine Antwort auf.

Zu welcher Erkenntnis bist du bezüglich deines Problems nach dieser Übung gekommen? Teile uns deine Erfahrungen mit.

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